Archive for Juni 2009

Rückschritt für den Fortschritt

Gerade eben läuft die Installation von Intrepid Ibex. Nachdem, auch nach langem experimentieren, mit dem Grafiktreiber kein Blumentopf gewonnen werden konnte, ein nötiger Schritt.
Es war unmöglich, ein Video anzuschauen. Beim Anschluss eines externen Monitors wurde in unregelmäßigen Abständen der Bildschirm schwarz, der den Benutzer zum Neustart zwang.

Um weiteren Komplikationen direkt aus dem Weg zu gehen, greife ich auf 8.10 zurück, das mit Hilfe des Sickboy Kernels hervorragend mit dem AAO interagiert.

Aspire One BIOS ..

..flashen einfach gemacht.

Auf jeden Fall benötigen wir die folgenden Pakete: syslinux, p7zip

& sudo apt-get install syslinux p7zip-full

Im Anschluss besorgen wir uns die neueste Version von Unetbootin sowie das aktuelle BIOS von der Acer Seite.

Ein formatierter USB Stick wird eingesteckt und Unetbootin gestartet.

$ sudo chmod 755 unetbootin-linux-xxx
$ sudo ./unetbootin-linux-xxx

Hier ist als Betriebssystem nur FreeDOS 1.0 zu wählen und OK zu betätigen. Unetbootin erstellt nun einen bootfähigen Stick von dem man später das BIOS Flash Tool starten kann. Dafür ist es nach getaner Unetbootin-Arbeit aber noch vonnöten, die zip Datei von der Acer Seite auf den Stick zu entpacken.
Neu starten, vom Stick booten, den FreeDOS Live Modus wählen, in der Kommandozeile zur Batch Datei aus dem Acer-zip navigieren und Enter betätigen.

Nach kurzer Zeit ist das Update vollzogen und das BIOS auf dem neuesten Stand.

Weiterhin Freude an Jaunty

Jaunty Jackalope läuft immer noch auf meinem Netbook – seltsamerweise sah ich mich dazu verpflichtet, bei der Installation ext4 als Dateisystem auszuwählen, was Intrepid Ibex natürlich nicht beherrscht. Dies macht, so lange ich weiterhin auf meine externe Festplatte warten muss, ein Downgrade unmöglich.

Wie sich mir bereits am zweiten Tag offenbarte, wird auch der im AAO verbaute Intel GMA 950 Grafikchip nicht zu 100% unterstützt, Bugs finden sich bereits im Launchpad.

Jetzt sitze ich also momentan auf einem System, dass es mir unmöglich macht auf heise.de fluessig zu scrollen, geschweige denn Compiz zu aktivieren.

9.04 Jaunty Jackalope auf dem Acer Aspire One A150

Viel Freud, viel Leid – so oder so ähnlich kann ich meinen heutigen Tag beschreiben, denn ich vollzog heute den Wechsel zur aktuellsten Ubuntu Distribution auf meinem Netbook.
Was einige vielleicht noch nicht wissen, Jaunty Jackalope gibt es in 3 verschiedenen Editionen. Neben den traditionellen Desktop und Server Editionen gesellte sich in der neuen Version noch eine Variante hinzu, die speziell für Netbooks entwickelt wurde und sich Ubuntu Netbook Remix nennt.
Dieser besitzt eine “optimierte” Oberfläche, die das arbeiten auf den kleinen Netbook Distributionen erleichtern soll. Man gab diese Variante sogar als .img zum Download frei, mitsamt einem Tool, dass das Image bootfähig auf einen USB Stick schreibt. Soviel zur Ausgangslage.

Versuch 1: UNR wird installiert.

Nachdem die Installation als geübter User sehr schnell abgewickelt war, fiel mir bereits am Anmeldebildschirm die erste Ungereimtheit auf – meine Tastatur war, trotz Konfiguration während der Installation – noch auf US Tastatur gestellt. Dies schien aber nur für den Anmeldebildschirm zu gelten, arbeiten konnte ich mit der deutschen Tastatur.
Dies wollte allerdings auch nach Umstellung auf die deutsche Tastatur, entfernen der US Tastatur und mehreren Neustarts noch nicht funktionieren. Im Ubuntuusers.de Forum findet sich zu diesem Bug allerdings bereits eine Lösung.

Der UNR selbst gefiel mir gar nicht. Häufig gab es Darstellungsschwierigkeiten, Compiz war von Haus aus deaktiviert und auch der mögliche Wechsel in den klassischen Modus kommt nur mit Einschränkungen daher.Definitiv positiv allerdings: WLAN, Sound, Card Reader und Webcam des AAO funktionieren auf Anhieb!

Da ich mich mit dem “optimierten” Interface auch nicht wirklich anfreunden konnte, und doch noch eine Handvoll an Bugs feststellen musste, entschloss ich, die normale Jaunty Version zu installieren.

Versuch 2: Die Desktop Edition

Auch hier lief die Installation sehr schnell. Erfreulich war dann, dass ich auch am Anmeldebildschirm schon zu Beginn an meine deutsche Tastatur zur Verfügung hatte. Bezüglich der Hardwareunterstützung kann man selbstverständlich auch hier nicht meckern. Alles funktionierte, oder es schien zumindest so.
Nachdem Pidgin konfiguriert war, und ich die ersten Nachrichten empfang, saß ich beinahe auf dem Boden, denn man konnte der Meinung sein dass die Lautsprecher gleich explodieren. Bei Last knarren diese nämlich, der Bug wurde auch schon gemeldet und es gibt anscheinend bald Abhilfe.
Damit kann ich mich allerdings abfinden. Weiter im Text, stellte ich fest, dass mein Menü keine Icons anzeigt – seltsam.
Nach einigem Suchen fand ich die Option unter System – Einstellungen – Darstellung – Oberfläche. Wie der Haken dort verloren ging, kann ich mir nicht erklären.
Im Anschluss ging es daran, einen externen TFT Monitor an das Netbook anzuschließen. Dieser wurde auch gleich erkannt, lies es mir aber nicht zu eine Auflösung höher als 1024*768 einzustellen. Also musste auch hier manuell Hand angelegt werden, was in Form von Änderungen in der xorg-conf zu einem Teilerfolg führte (häufige Darstellungsfehler, teilweise ein weißer Bildschirm, dafür fast die native Auflösung).
Zu guter letzt stieß ich noch auf Fehler mit Compiz und dem Intel GMA950 Chipsatz. Dafür gibt es allerdings einen Workaround, der Kernel 2.6.28-13-generic installiert und so mehr Performance bringt.

Nach beinahe 6 Stunden hab ich also ein soweit zufriedenstellendes Jaunty. Dass dieses noch gehörig Verbesserungspotential bietet, sollte nun ersichtlich sein. Inwiefern dies noch mit Jaunty passiert, oder erst mit der nächsten Version im Oktober, bleibt aber weiterhin offen.

Why is Twitter called a threat to Google?

Interessanter Vortrag im Rahmen der Google Tech Talks.

Rezension: Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex

Titel: Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex – Installation, Anwendung, Tipps&Tricks

Autor: Michael Kofler

Verlag: Addison-Wesley

Nachdem mich das Buch in der Handlung so anlachte, musste ich es mir mitnehmen.
Zwar benutze ich Linux, auch Ubuntu, nun schon seit ein paar Jahren, aber hier und da kann man ja immer wieder etwas dazu lernen. Kofler, der schon einige Bücher zum Thema Linux verfasst hat, gibt auf knapp 400 Seiten einen Einblick in Intrepid Ibex zum akzeptablen Preis von 24,99EUR.

Den Einstieg macht Kofler mit einer sehr ausführlichen Installationsbeschreibung, die u.a. auch dierichtige Partitionierung, die Installation im Textmodus und die Installation unter Windows umfasst.

Ist man glücklicher Betreiber eines Linux-Betriebssystems, so folgt die Kurzeinführung in die wichtigsten Programme. Hier führt Kofler Firefox, Evolution, Thunderbird, OpenOffice, GIMP, Rhythmbox und andere, mit Ubuntu gelieferte Programme auf und beschreibt die grundlegenden Funktionen. Wer sich noch nie intensiver mit GIMP oder OpenOffice beschäftigt hat, wird spätestens hier einiges lernen. So auch ich. Nachdem noch ein kleiner Seitenhieb auf die Medienindustrie im Abschnitt Codecs folgt, geht es auch schon in den dritten und letzten Teil des Buches, “Ubuntu für Fortgeschrittene”.

Dieser führt in die Arbeit mit dem Terminal ein, gibt Tipps zur Installation von häufig benötigten Medienkomponenten, legt die Messlatte aber noch ein wenig höher und reisst die Themen Firewalls und SSH Server an. Zum Abschluss beschreibt Kofler noch die Möglichkeiten, Windows Programme zu emulieren, allerdings nicht anhand von WINE, sondern direkt per Virtual Machine und gibt einen Ausblick bzgl. der wachsenden Popularität von Linux dank des Netbook-Booms.

Alles in allem ist Koflers Buch zu Ubuntu 8.10 eine sehr schöne Einführung in die Linux-Welt. Besonders die ausführlichen Beschreibungen zu den Basisprogrammen können auch dem ein oder anderen Linux-Hasen noch nützlich sein, und Neulinge werden nicht von einer Flut an Fremdworten überwältigt, wie sie es softmals im Internet erleiden.

gekaufte Bücher 06/2009

Crashkurs Mathematik für Informatiker – Jukna – Teubner: Umfasst alle relevanten Themen, Analysis, Algebra und Stochastik. Zum Teil etwas kurz gehalten, dafür allerdings mit Aufgaben.

The Future of the Internet – Zittrain – Yale Univ Press: Bekam hervorragende Kritiken. Rezension folgt.

Why work sucks and how to fix it – Ressler, Thompson - Portfolio: Auch hierfür wurde die Werbetrommel kräftig gerührt. Leider noch keine Zeit gefunden, es zu lesen.

Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex – Kofler – Addison-Wesley: Musste ich mitnehmen, auch wenn es ein Buch für Einsteiger ist. Rezension folgt.

Neue Vahr Süd – Regener – Goldmann: Die obligatorische Garten-Lektüre. Als Prequel zu Herr Lehmann kann es aber eigentlich nicht schlecht sein.

Relegation TSV Ummendorf – TSG Maselheim

Nach Aufenthalt im Stadion Biberach in der Biberacher “Arena” mit geschätzten 2^8 anderen Zuschauern mein kleines Resümee zum Spiel.

Der TSV Ummendorf ging früh gegen schwach aufspielende Maselheimer 1:0 in Führung. Zur Hälfte der ersten Halbzeit erzielte der TSV per Foulelfmeter das 2:0, mit dem dann auch die ersten 45 Minuten ausklangen.

Nach der Halbzeit nahm Maselheim das Spiel – zumindest im Ansatz – ernst, konnte jedoch gegen die schwächelnden Ummendorfer kein Tor erzielen. Erst im letzten Viertel der Partie gelang ihnen der Anschlusstreffer.

In den letzten Sekunden des Spiels wurden 3 Minuten Nachspielzeit angezeigt, die sogleich starteten. Dies führte, hier noch kein Fehler des Schiedsrichters, in der 4 … Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich durch Maselheim.

Die Verlängerung startete Verbissen und beide Mannschaften suchten ihre Chancen, es gelang aber keiner das ersehnte Tor zu erzielen. Folglich musste der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden.

Hier behielt die ältere routiniertere Mannschaft der TSG Maselheim die Nerven und konnte so das Spiel mit 5:4 für sich entscheiden.

Wie immer sollte man hier dem Schiedsrichter kein Vorwurf machen. Darüber lässt sich nämlich fast genauso gut streiten wie über Musik. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieser im Straßenverkehr nicht ähnlich blind agiert :o)