1. August 2009, 12:55
I nearly can’t remember ..
Nach Urlaub auf Ibiza, welcher sehr erholsam, schön, warm und auch prägend war, fand letzte Woche das in Biberach geheiligte Schützenfest statt. 10 Tage lang befand sich unser überschaubares Städtchen wieder im Ausnahmezustand, Menschen zogen in Massen los um gemeinsam Spaß zu haben, Exil-Biberacher wieder zu treffen und zu feiern.
War der Andrang von den – nicht immer unbedingt erwünschten – Besuchern aus anderen Gemeinden zumindest in der ersten Hälfte der Woche nicht so groß, entwickelte sich dieses Jahr ein ganz besonderes Gefühl der Verbundenheit als Biberacher zum Schützenfest. Man merkte, wie sich jeder, ob Mitglied bei einem Fanfarenzug, Trommlerkorps, einer inoffiziellen Gruppe oder als Initiator am “Alten Haus” seine Rolle für das Schützenfest suchte und diese mit vollstem Einsatz ausfüllte. Zugezogene tun sich hiermit wohl noch etwas schwer.
Erfreulich auch, dass dieses Schütza beinahe friedlich abgelaufen ist. Mit wenigen Ausnahmen zeigten die Besucher, dass man sich auch ohne Kameras zu Benehmen weiß und ein friedliches Miteinander immer noch die Maxime schlechthin ist.
Weiterhin war es schön, wieder Aktionen der offiziellen Gruppen vor dem “Alten Haus” beobachten zu können. Die Schützendirektion scheint endlich verstanden zu haben, dass sich auch eine Tradition weiterentwickeln kann, ohne dass vom Hauptpunkt abgewichen werden muss. Die Ankündigung, Schütza eventuell wieder vor zu verlegen, lässt Nostalgiker sogar von einer Abnahme auf dem Gigelberg träumen (Der geübte Schützenbesucher weiß sowieso um seine Perlen, wie sie sich seit wenigen Jahren Montags unweit des Marktplatzes entwickeln).
Nun verfällt Biberach also wieder in sein Sommerloch, mit einer kleinen Steigung zum Weihnachtsmarkt über eine lange Eiszeit bis zum nächsten Schützenfest. Das ist aber verkraftbar, denn man kann sagen, Schütza 2009 war einfach wieder der Höhepunkt des Jahres.